Deutsche Umwelthilfe klagt gegen Stadt Oldenburg für Dieselfahrverbot– Verhindert defekte Messstation Verbot?

24. 10. 2018 um 08:50:05 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Nur wenige andere Themen sorgen seit Jahren für ähnlichen Wirbel wie der Abgasskandal. Nachdem inzwischen verschiedene Großstädte ein Dieselfahrverbot verhängen mussten, könnte jetzt auch Oldenburg betroffen sein. Die Deutsche Umwelthilfe reichte gestern, 23. Oktober, eine entsprechende Klage ein, da die Abgas-Grenzwerte überschritten würden. Die Stadt verweist dagegen auf eine kaputte Messstation.
 
Die Verwaltung von Oldenburg gesteht zwar eine Verletzung der NO2-Grenzwerte im Stadtgebiet ein. Die Messstation am Heiligengeistwall, wo die Messungen durchgeführt werden, würde aber nicht korrekt arbeiten. So habe sie während des Marathons am 21. Oktober, als in der Innenstadt ein Fahrverbot galt, 37 Mikrogramm NO2 – oder Stickdioxide – pro Kubikmeter gemessen. Erlaubt sind 40 Mikrogramm.
 

Verwaltung sieht keinen Anlass für Fahrverbot

Die Verwaltung hält die Messstation daher für defekt. Daher gäbe es auch keinen Anlass für ein Fahrverbot. Betrieben wird die Station vom Gewerbeaufsichtsamt in Hildesheim. Ob die Geräte in Oldenburg korrekt arbeiten, soll jetzt überprüft werden. Sollte dies der Fall sein, drohen Dieselfahrverbote in Oldenburg – immerhin wird der Grenzwert laut den Messergebnissen oft überschritten.
 
Die Deutsche Umwelthilfe, kurz DUH, will so schnell wie möglich Maßnahmen für „Saubere Luft“ umgesetzt sehen. Mit der Klage gegen die Stadt Oldenburg und weitere Städte sollen die NO2-Luftqualitätsgrenzwerte schon im nächsten Jahr eingehalten werden. Aktuell würde der EU-Grenzwert für Stickstoffdioxide von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter in Oldenburg jedes Jahr stark überschritten. Auch gegen Limburg, Bielefeld oder Freiburg sind Klagen in Vorbereitung. Insgesamt klagt die DUH damit gegen 34 Städte in der Bundesrepublik.
 

Diesel gelten als eine Hauptursache für NO2-Belastung

Als eine Hauptursache für die Verletzung der Grenzwerte gelten Autos mit Diesel-Motor. Viele Modelle stoßen mehr NO2 aus, als erlaubt ist. Dazu kommt, dass viele Autohersteller jahrelang mit Tricksoftware in Tests einen niedrigeren Ausstoß vortäuschten. Und sich so bessere Abgas-Plaketten für verschiedene Automodelle erschlichen, als ihnen zugestanden hätten.
 
Symbolbild: Werden die Stickoxid-Grenzwerte in Oldenburg durch Diesel-Abgase überschritten? Darüber gibt es Streit.
 



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