Der letzte Weg des Pink Panzers – Verlegung ins Panzermuseum nach Munster

03. 08. 2020 um 14:58:01 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Der Pink Panzer erregte erstmalig im Juni dieses Jahres auf dem Standortübungsplatz Große Höhe der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne in Adelheide Aufmerksamkeit. Als Panzerwrack verweilte er dort, bis er von einem Künstlerkollektiv mit pinker Sprühfarbe versehen wurde. In der Nacht zum 4. August wird der Pink Panzer in das Panzermuseum in Munster überführt, wo er ein Bestandteil der Lehrsammlung des Ausbildungszentrums Munster wird.

Oberstleutnant Thorsten Ickert, Kommandeur und Standortältester der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne, schätzt das Interesse der Menschen an dem Pink Panzer, der seit Pfingsten für viel Aufsehen gesorgt hatte. „Unmittelbar nach Pfingsten stellten wir fest, dass unser ausrangierter Panzer M47 eine andere Farbe bekommen hatte.“. Das Pink, das an dem Panzer haftet, ist einem Künstlerkollektiv zu verdanken. Dass die pinke Farbe am wenigsten mit der Bundeswehr assoziiert wird, war von den Künstlern vermutlich als Provokation gedacht. Und auch hatte es anfangs den Anschein, als wolle die Bundeswehr den Pink Panzer verschrotten lassen. Doch der Widerstand der Delmenhorsterinnen und Delmenhorster zeigte Wirkung. Nun bekommt der Pink Panzer als ein Ausstellungsstück ein neues Zuhause in der Lehrsammlung des Ausbildungszentrums Munster, eine Dienststelle der Bundeswehr.

Die Geschichte hinter und zu dem Pink Panzer

Direktor des Panzermuseums, Ralf Raths, fasziniert die Geschichte des Pink Panzers, der über 50 Jahre draußen verweilte: „Bis 1992 diente er den Panzertruppen, danach hatte er ausgedient. In der Zwischenzeit, als er die Farbe wechselte, kamen wir zu dem Entschluss, dass wir ihn dort nicht stehen lassen können“, so der Direktor. Er sorgte sich, dass der Panzer durch das gestiegene Medieninteresse als ein Ausflugsziel missbraucht werden könnte. „Aber das ist immer noch ein Übungsplatz“, ermahnt Thorsten Ickert. Ein wenig lag es ihm dann doch im Magen, dass Menschen zur Bundeswehr Delmenhorst pilgern würden, um den Pink Panzer zu sehen. Es sei nicht bloß die pinke Farbe. Auch Kindheitserinnerungen würden viele Delmenhorster mit dem Pink Panzer verbinden. „Die Verantwortung liegt bei den Eltern, aber ich habe den Pink Panzer zur Gefahrenabwehr abtransportieren lassen“, begründet Ickert die Entscheidung. „Für uns als Bundeswehr muss es vor allem auch rechtssicher sein. Ich bin aber dankbar, dass mit Herrn Raths vom Panzermuseum nun der Weg geebnet ist“, freut sich der Kommandeur. Doch der Panzer wird sich auch im Panzermuseum etwas gedulden müssen. „Er wird erst noch zur Seite gestellt, bis wir Konzepte haben“, erklärt Museumsdirektor Ralf Raths. Der 43-Jährige möchte die Geschichten der Delmenhorster zu dem Pink Panzer in Erfahrung bringen. „Wir wollen wissen, wie Klaus betrunken auf dem Panzer saß“, scherzt er. Denn das Fahrzeugmodell sei hierbei nicht ausschlaggebend. „Dieses Modell haben wir am meisten über“, erklärt er.

Konzepterstellung für den Panzer

Und natürlich ist auch die Farbe bedeutsam. „Was hat es mit der Farbe auf sich? Vor 80 Jahren war Pink eher den Jungen zugeordnet. Das änderte sich erst mit der Industrialisierung, als es den ,Blaumann` für Jungen gab“, so der Museumsdirektor. Für das Panzermuseum ist dies eine besondere Chance. „Wir kennen die Hintergründe des Pink Panzers, die Emotionen hängen an dem Panzer“, weiß Ralf Raths. Er möchte sich aber genügend Zeit lassen, um zu entscheiden, was mit dem Panzer in der Lehrsammlung des Ausbildungszentrums nun geschehen soll. Konzeptideen gäbe es bereits. „Wir werden ein halbes Jahr brauchen, bis die Konzepte stehen“, verrät Raths.

 

 


Museumsdirektor Ralf Raths vor dem neuesten Ausstellungsstück des Panzermusuems.

Mit Bergepanzern wurde der Pink Panzer verladen.

 

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Kurzvideo von der Verladung

 

 



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