Delmenhorster Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Thema Wasserwerk: Irrweg mit Ansage
Die Fraktion der Grünen hat in den vergangenen Jahren mehrfach vor dem Irrweg eines Wasserwerkneubaus in Delmenhorst gewarnt und dem Bau auch nicht zugestimmt. Letztmalig wurde im Jahr 2023 ein Änderungsantrag eingereicht, der es den Stadtwerken ermöglichen sollte, Alternativen zu prüfen. Der Antrag der Grünen-Fraktion wurde abgelehnt.
Die StadtWerkeGruppe Delmenhorst (SWD) hatte damals bereits auf die erhöhten Trinkwasserpreise hingewiesen. „Die prognostizierten hohen Preise für Trinkwasser wollen wir den Einwohnern Delmenhorsts nicht zumuten“, so Marianne Huismann. „Und das Kartellamt hält die prognostizierten Preisberechnungen jetzt für rechtlich angreifbar. Leider haben die großen Parteien nicht auf uns gehört.“
Delmenhorst brauche gutes und preiswertes Trinkwasser, dafür habe man die Stadtwerke. „Der hohe Grundwasserstand darf nicht der einzige Grund für ein Wasserwerk in der Graft sein“, meint Harald Schneewind, Mitglied des Stadtrates für Bündnis 90/Die Grünen.
Aber angetrieben durch das SPD-Aktionsbündnis „Rettet die Graft“ – so heißt es weiter – wurden viele Bürger besonders im Winter 2023/24 verunsichert, weil die Problematik des hohen Oberflächenwassers mit dem Bau eines Wasserwerkneubaus als Lösung aller Probleme verknüpft wurde.
Mehrfach hatten die Naturschutzbehörde und die Stadtwerkegruppe darauf hingewiesen, dass diese Probleme anders gelöst werden müssen. Darauf sollte nach Meinung der Grünen jetzt verstärkt das Augenmerk gerichtet werden. Eine Starkregenkarte für Delmenhorst liege bereits vor, aus der sich effektive Maßnahmen ableiten lassen.
Die Grünen betonen die Wichtigkeit, diese Vorsorgemaßnahmen zur Vermeidung von Schäden bei Starkregenereignissen mit einem nachhaltigen Konzept zeitnah in Angriff zu nehmen. Dafür benötigt werden u.a. ein Frühwarnsystem, eine bessere Ableitung und Speichermöglichkeit von Wasser und eventuelle Verbesserungen im Kanalnetz.
Der FDP-Kreisverband hatte bereits im August vergangenen Jahres gefordert, ein Neubau des Trinkwasserwerks solle nur angedacht werden, wenn er sich als wirtschaftlich erweist.
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((Beitragsbild oben: Marianne Huismann, Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Delmenhorst))





DelmeNews - Jörn Petersen



Syringa Sisters / DelmeNews
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