Delmenhorster Liste leistet spontane Nothilfe

Am Samstag haben sich Aktive der Delmenhorster Liste spontan getroffen, um den von der Gas- und Wassersperre betroffenen Mietern in Annenheide zumindest temporär ein Wenig Hilfe zu kommen zu lassen. Immerhin leben die Menschen nun seit zwei Monaten unter unzumutbaren Bedingungen. 

„An die 500 Liter Trinkwasser konnten wir mit insgesamt drei Autos zu den betroffenen 16 Mietparteien bringen,“ freute sich Joschka Kuty über den Erfolg der kurzfristig gestarteten Hilfsaktion. „Aber wir können erst zufrieden sein, wenn das Wasser wieder aus den Wasserhähnen kommt, die Toiletten wieder spülen können und die Gassperre aufgehoben wird“, so Stephan Büssing-Teikners, der ebenfalls vor Ort war.

Hydrant zugemauert

Die Freude über die unerwartete Spende war bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der beiden Mehrfamilienhäuser (darunter mehrere kleine Kinder und ein Schwerbehinderter) groß –  allerdings ebenso die Fassungslosigkeit über die Vorgehensweise sowohl des Vermieters als auch der Stadt. Michael Broßmann von der Delmenhorster Liste erklärte: „Es wurde sogar der Hydrant in der Nähe des Grundstücks zugemauert und versiegelt – offenbar, weil der Vermieter ihn wiederholt eigenmächtig aufgedreht hat. Hier wurde nicht einmal an den Brandschutz gedacht!“

Die Leidtragenden haben im Gespräch um weitere Hilfe und ein schnelles Ende des untragbaren Zustands gebeten. „Als wir im Jahr 2015 eine ähnliche Situation im Wollepark hatten, hat die Stadt schnell und unbürokratisch im Sinne der Betroffenen gehandelt und für die ausstehenden Kosten gebürgt.“, führt Bettina Oestermann aus. „Es ist uns absolut unverständlich, dass in der aktuellen Situation keinerlei Hilfsangebote der Stadt unterbreitet werden. Zumindest bei kleinen Kindern, schwangeren Frauen und Schwerbehinderten sollte man doch im Sinne der Menschen entscheiden.“

Bild: Delmenhorster Liste

 

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