Delmenhorster Gleichstellungsstelle unterstützt Programm für mehr Frauen in der Kommunalpolitik
Im Schnitt sind die niedersächsischen Kommunalparlamente zu 31 Prozent weiblich besetzt. In Delmenhorst liegt der Frauenanteil momentan bei 33 Prozent. „Das soll anders werden“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Delmenhorst, Charlotte Radtke.
Der Weg dahin führt über das Mentoring-Programm „Frau. Macht. Demokratie.“ des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung. Dadurch soll der Frauenanteil in der Delmenhorster Kommunalpolitik weiter gesteigert werden, um eine gleichberechtigte Mitgestaltung zu fördern.
Höherer Frauenanteil ermöglicht eine ausgewogenere Politik
„Frauen machen einen bedeutenden Teil der Gesellschaft aus. Daher müssen sie mit ihren Perspektiven und Anliegen in der Politik stärker vertreten sein“, sagt Radtke. „Es ist unerlässlich, dass die politischen Gremien die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln, um umfassende und gerechte Entscheidungen zu treffen. Ein höherer Frauenanteil im Rat ermöglicht es, unterschiedliche Blickwinkel einzubringen und dadurch eine ausgewogenere Politik zu gestalten, die den Bedürfnissen aller Menschen gerecht wird.“
Siebte Auflage des Programms
Das Mentoring-Programm, das die Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung bereits zum siebten Mal organisiert, beginnt mit einer Veranstaltung in Hannover am 24. Januar 2025. Drei überregionale Fachveranstaltungen ergänzen das Programm ebenso wie eine regionale Unterstützung durch kommunale Gleichstellungsbeauftragte.
Ein Jahr lang Erfahrungen sammeln
Interessierte Frauen haben die Gelegenheit, sich ein Jahr lang mit der Kommunalpolitik vertraut zu machen. Sie können von den Erfahrungen aktiver Politikerinnen und Politiker profitieren und durch eine Kandidatur einen Einstieg in einen Orts-, Gemeinde- oder Stadtrat, Kreistag oder die Regionsversammlung finden. „Die Perspektiven, Erfahrungen und Ideen von Frauen sind elementar für ein gutes Gleichgewicht und Miteinander in unserer Gesellschaft“, sagt Andreas Philippi, Niedersächsischer Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, in seinem Aufruf zum Programmstart.
Kommunalpolitiker sollen sich beteiligen
Ebenso sind erfahrene Kommunalpolitikerinnen und -politiker aufgerufen, als Mentorinnen und Mentoren im Programm dabei zu sein. Sie führen die Neueinsteigerinnen in die Politik ein, lassen sich über die Schulter schauen, teilen ihre eigenen Erfahrungen und unterstützen auf dem Weg zur Kandidatur. Gleichzeitig können sie auch von anderen Perspektiven und Impulsen der Mentees profitieren.
Bewerbungen von interessierten Frauen sowie von aktiven Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern sind im September und Oktober online unter www.frau-macht-demokratie.de möglich.











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