Delmenhorst und deutschlandweit: Gefährlicher Trend zeichnet sich bei Grundwasserknappheit ab

Ausgedörrte Böden, Staub, die Natur im Trockenstress – das Szenario aus dem Frühjahr 2025 ist längst nichts Neues. In den vergangenen Jahren waren Landwirte immer wieder gezwungen, die Felder zu bewässern, um ihre Ernte zu retten. Doch auch das Grundwasser, das sie dafür nutzen, muss sich durch Niederschläge bilden. Das jedoch wird zunehmend zum Problem. Zu sehen ist das auch an kleinen Bäumen, die noch nicht ans Grundwasser kommen.

Die bisherige Jahresbilanz zeigt, von Februar bis April ist nur gut ein Viertel der durchschnittlichen Niederschlagsmenge gefallen. Auch der August brachte  nur die Hälfte des erhofften Regens. Einziger Ausreißer ist der Juli. Er brachte fast doppelt so viel Niederschlag wie gewöhnlich. Das Jahr ist dadurch zwar insgesamt zu trocken, doch das sei nicht der ausschlaggebende Punkt. Die Trockenperioden werden länger und es gibt keinen Langregen, stattdessen stärkere Starkregenereignisse mit viel Niederschlag in kurzer Zeit. Vor allem die Kombination aus langen Dürreperioden und heftigen Niederschlägen, ist es, die den Böden zu schaffen macht.

Problem beginnen schon früh im Jahr, nämlich im Winter. Hier fehlt vor allem der Schnee, der tagsüber taut und damit ein langsames Versickern ermöglicht. Bei der Schneeschmelze habe – so Experten – der Boden normalerweise viel Zeit Wasser aufzunehmen. Doch Schneefall sei selten geworden. Die bisherige Niederschlagsbilanz des Jahres 2025 ist symptomatisch für einen Trend, der sich wohl weiter verschärfen könnte. Wetterdaten zeigen, dass mit steigenden Temperaturen in den letzten Jahrzehnten Dürren und Starkregenereignisse zugenommen haben.

Umweltorganisationen setzen sich für die Renaturisierung von trockengelegten Mooren ein. Grund ist, dass Moore die Fähigkeit haben, wirklich Wasser zu speichern und Wasser auch lange in der Landschaft zu halten. Ein Vorschlag mit Potenzial: Der mit Abstand größte Teil der einstigen Moore ist derzeit trockengelegt. Entsprechend weitsichtige Maßnahmen könnten helfen, dem Grundwasser seinen eigentlichen Weg wieder zugänglich zu machen.

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