Cup der Öffentlichen: Überraschung im Finale – VfB Oldenburg bezwingt Werder Legenden
Anders als von den meisten Fußballfans erwartet, hat der VfB Oldenburg das Hallenfußballturnier der Traditionsmannschaften um den Cup der Öffentlichen in Oldenburg gewonnen. Die EWE-Arena war mit etwas mehr als 4.900 Zuschauern gut besucht. Die Organisatoren von Burdenski Events & Communications hatten ein rundum gelungenes und bestens durchgetaktetes Sportereignis auf die Beine gestellt.
Am 08. Januar 2026 fand in der großen EWE Arena in Oldenburg wieder der Cup der Öffentlichen Oldenburg statt. Zwischen 17 und 22 Uhr wurde die Arena zum Treffpunkt für Familien und Fußballfans aller Altersklassen. Sechs Mannschaften sorgten beim inzwischen 21. Hallenfußballturnier der Öffentlichen Oldenburg für beste Unterhaltung und wahre Fanmomente. Das Turnier ist längst ein fester Termin im Sportplan der Region und die Vorfreude war lange vorher spürbar. Organisiert wurde das Sport-Event durch Fabian und Carina Burdenski, von denen die Vision ihres im Oktober 2024 verstorbenen Vaters Dieter Burdenski weitergeführt wird.
Der VfB Oldenburg hat das Hallenfußballturnier der Traditionsmannschaften um den Cup der Öffentlichen in Oldenburg gewonnen. In der EWE-Arena gab es am Donnerstagabend ein Traumfinale zwischen den Oldenburgern und Werder Bremen. Beide Teams hatten sich im Verlauf des Turniers kontinuierlich gesteigert. Im Finale war die Emotionalität bei allen Beteiligten vollends spürbar.
Wie immer war der VfB eigentlich in der Außenseiterrolle, wollte die favorisierten Werderaner allerdings ärgern. Der Ehrgeiz war groß. Zur Vorbereitung hatte die Mannschaft nicht nur einige Trainingseinheiten teils im dichten Schneetreiben absolviert, sondern sich auch beim Turnier um den Bley-Cup eingespielt, wo sie gegen die deutlich jüngere Konkurrenz am Ende sogar Zweiter wurden. Als erster Anwärter auf den Pokal galt natürlich Titelverteidiger Werder Bremen, der es in der Vorrunde allerdings nicht einfach haben sollte.
Die Bremer trafen auf eine Bundesliga-Auswahl – unter anderem mit ihrem Ex-Torhüter Tim Wiese – und die immer spielstarke Mannschaft von Bayer Leverkusen. Der VfB Oldenburg wiederum traf in den Gruppenspielen auf den Hamburger SV und den 1. FC Köln. „Wir wollen dabei eine gute Rolle spielen und haben uns einmal mehr das Erreichen des Halbfinales zum Ziel gesetzt“, hatte Teamchef Michael Richter im Vorfeld erklärt. Es sollte sogar noch besser werden.
Mit den Werder-Legenden zogen echte Ikonen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte in der EWE-Arena ein, die auch wieder von Thomas Schaaf gecoacht wurden. So beispielsweise Max Kruse, Aaron Hunt und Fin Bartels, der stets freundliche Naldo, der Kämpfer Philipp Bargfrede und natürlich Ailton, der mit seiner ihm eigenen Impulsivität für sportliche Highlights sorgte. Zum besten Torwart des Turniers wurde Felix Wiedwald gewählt.
Umso interessanter wurden die Begegnungen mit den Occasio Allstars, zu denen der einstige Bremer Torwart Tim Wiese sowie Ivan Klasnic zählten. Marco Terrazino von den Allstars wurde schlussendlich mit sechs Treffern Torschützenkönig. Die Marke als bester Spieler des Turniers durfte sich Dennis Diekmeier ans Trikot heften. Einen äußerst souveränen Eindruck machte ebenfalls der zweite Torwart der Allstars, Jonas Horsch. Die Mannschaften spielten nach üblichem Reglement zwei Halbzeiten von jeweils 10 Minuten.
Die Gruppenspiele
In der Gruppe A überragte zunächst der 1. FC Köln. Im ersten Spiel ließ die Mannschaft um Marco Höger und Marcel Risse der Auswahl des Hamburger SV mit 4:0 keine Chance. Es folgte für der Sieg gegen die Oldenburger Lokalmatadoren mit 7:1. Somit benötigte der VFB Oldenburg für den noch greifbaren Einzug ins Halbfinale einen Sieg gegen den HSV. Souverän lieferten sie den im letzten Spiel der Gruppe A in durchaus verdienter Höhe mit 5:0.
Gruppe B startete mit dem Spiel zwischen Bayer Leverkusen und dem Occasio-Allstar-Team. Auffällig war unter anderem der Leverkusener Karim Bellarabi, der mit seiner Schnelligkeit und Dynamik überzeugte und seine Teamkollegen immer wieder motivierte. Die Begegnung endete mit „kurioser Ausgeglichenheit“. Während Tim Wiese in der ersten Halbzeit gleich viermal hinter sich greifen musste, blieb Torwart Jonas Horsch in der zweiten Halbzeit ungeschlagen. Die Partie endete mit einem 4:4.
Furiose Halbfinal- und Final-Spiele
In den Halbfinals setzten die Werder-Legenden sich zunächst mit 7:1 gegen Köln durch. Bereits in der ersten Halbzeit hatten Naldo, Fin Bartels und Mehmet Ekici ein 3:0 markiert. In der zweiten Halbzeit trugen sich Ailton, nochmals Naldo und Fin Bartels sowie Max Kruse in die Torschützenliste ein. Im zweiten Halbfinale sorgten die Oldenburger für reichlich frischen Wind, zeigten gegen die Allstars ihre bis dahin beste Leistung und lieferten schlussendlich mit 8:3 ein unerwartet hohes Sieg-Resultat.
Bei der Partie um den dritten Platz sah es zunächst danach aus, als würden die Allstars gegen den 1 FC Köln unterliegen. Tim Wiese war bereits nicht mehr in der Halle, zumal ein enger Terminkalender angesichts des angekündigten Wetter-Chaos ihm keine andere Möglichkeit ließ. Tatsächlich drehten sie allerdings nochmals auf und schickten die Kölner mit 5:4 auf den vierten Platz. Und dann bissen sich die Werder-Legenden gegen die Oldenburger in der finalen Partie die Zähne aus. Zur Halbzeit stand es 0:0, am Ende 2:1 für den VfB Oldenburg. Die Außenseiter hatten mehr als positiv überrascht und sich den Pokal gesichert.
Aktionen am Rande
Während im Innenraum der EWE-Arena der Fußball den Tag mit bester Stimmung auf den Rängen dominierte, gab es im vorderen Bereich diverse Aktionen. So konnten die Fans beispielsweise Autogramme ihrer Stars sammeln. Auch für das leibliche Wohl war mit typischen Speisen und Getränken gesorgt. Am Stand der karitativen Organisation Steps for Children wurde auf deren sozial ambitionierte Initiativen hingewiesen. Gleichwohl wurden zwei von Allstars signierte Trikots über einen QR-Code verlost. Fußball ist und bleibt eben auch immer ein Thema der verbindenden Gemeinsamkeit.
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((Beitragsbild oben: Partie VfB Oldenburg gegen Werder-Legenden))





DelmeNews - Jörn Petersen











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