Corona grenzt Vorlesetag am Freitag ein – Vorlesefestival erfolgt online auf Facebook und Instagram

19. 11. 2020 um 16:31:26 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Am morgigen Freitag, 20 November, findet der bundesweite Vorlesetag statt, den dieses Jahr die Corona-Pandemie erheblich einschränkt. Weder dürfen sich deshalb größere Gruppen zusammenfinden noch ist das Beisammensein an zahlreihen Orten erlaubt. Erst vor zwei Jahren konnte Delmenhorst den Titel Vorlesestadt des Jahres tragen. Die Stiftung Lesen wartet mit einem digitalen Vorlesefestival auf Facebook oder Instagram auf.
 
„Einander vorzulesen bedeutet, sich füreinander Zeit zu nehmen, sich zuzuhören und für einander da zu sein. Das ist es, worauf es jetzt besonders ankommt“, sagt Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD). Neue Geschichten vorzulesen und sich mit diesen auseinanderzusetzen, kann laut Stadtbüchereileiterin Anika Schmidt ein angenehmer Zeitvertreib sein. Obendrein wird die sprachliche Entwicklung von Kindern durch das Vorlesen vorangebracht, und zwar gerade mit Bildern, die das Gelesene unterstützen.
 

Bilder und Sprache hängen miteinander zusammen

Schmidt erläutert: „In einem guten Bilderbuch stellen die Bilder das Vorgelesene noch einmal dar. Kinder haben so die Möglichkeit, neue, bisher unbekannte Wörter mit den Bildern zu verknüpfen, ihre Bedeutung zu verstehen und sie dann gezielt einzusetzen. Sprache sind Bilder im Kopf!“ Gültigkeit besitzt das ebenso für ältere Menschen.

Regelmäßig stellt sich bei der Arbeit mit Senioren heraus, dass Bilder Erinnerungen wecken und gemeinsame Gespräche auslösen. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, dass sich das Fotoalbum einer Familie als Geschichtenbuch entpuppt. Im Bücherreal von Jahnz nehmen Tolkiens Werke einen besonderen Platz ein. Er begeistert sich für die Geschichten aus Mittelerde.

„Abzutauchen in eine andere Welt, das ist es, was beim Lesen und Vorlesen so viel Freude macht“, ist der Rathauschef überzeugt. Jahrelang zeigt er am Vorlesetag Einsatz, besucht dann Kindergärten, Schulen und Seniorenheime. Der Oberbürgermeister merkt dazu an: „Aber nicht nur zum Vorlesen, sondern auch um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und ihre Geschichten zu hören.“ Coronabedingt ist das dieses Mal nicht der Fall.
 

Prominente präsentieren ihre Lieblingsgeschichten online

Nicht minder schön kann es ein, daheim miteinander zu lesen und zu erzählen. Für Personen, die zusätzlichen Bedarf haben wird morgen ab 9.30 Uhr von der Stiftung Lesen auf Instagram oder Facebook ein großes Vorlesefestival geboten. Ihre persönlichen Lieblingsgeschichten stellen in diesem Rahmen zum Beispiel Fußballstar Thomas Müller, Kinderbuchautorin Cornelia Funke und Schauspielerin Annette Frier vor.
 

Zugriff auf die Online-Auswahl von Medien der Stadtbücherei besteht nach wie vor

Zwar ist die Stadtbücherei seit dem 20. Oktober geschlossen, weil die Mitarbeiter dem Fachdienst Gesundheit bei der Kontaktnachverfolgung und Bearbeitung von Corona- Fällen unter die Arme greifen, aber ihr digitale Angebot ist weiterhin nutzbar. Über 100.000 E-Books, digitale Hörbücher und diverse virtuelle Medien hält www.nbib24.de bereit.

Um davon Gebrauch machen zu können, sind bloß ein gültiger Büchereiausweis und ein Internetanschluss erforderlich. Sollte jemand keinen Büchereiausweis haben, lässt sich dieser per E-Mail an stadtbuecherei@delmenhorst.de unter der Angabe von Vor- und Nachnamen sowie der Adresse und des Geburtsdatums bestellen. Nach der Wiedereröffnung der Stadtbücherei ist eine Gebühr in Höhe von 2,50 Euro zu leisten.
 

Stadtbücherei gibt Vorlesetipps

Der bundesweite Vorlesetag wird seit 2004 immer am dritten Freitag im November begangen und bildet eine gemeinsame Initiative der überregionalen Wochenzeitung Die Zeit, der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung. Öffentlich wird damit die Bedeutung des Vorlesens hervorgehoben und sowohl Kindern als auch Erwachsenen die Faszination von Geschichten nahegebracht.

Vier Vorlesetipps nennt die Stadtbücherei: Das Kinderbuch „365 Gutenachtgeschichten“ von Sabine Streufert, den Jugendroman „Als die Bücher flüstern lernten“ von Felicitas Brandt, den Roman „Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse“ von Frida Skybäck und das Sachbuch „Die berühmtesten Bücher der Welt. Allgemeinbildungsquiz“ von Helmut Torndorf.
 
Beispielbild: Aufgrund der Corona-Krise kann der bundesweite Vorlesetag Freitag nicht wie gewohnt durchgeführt werden. Bildquelle: Adobe Stock



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