Bastian Ernst, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Delmenhorst, in der Gellener Torfmöörte
Bastian Ernst wagte sich einmal mehr hinaus auf für ihn ungewohntes Terrain. In der Gellener Torfmöörte, wo sich Himmel und Moor in stillen Wasserflächen spiegeln, verschaffte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete aus Delmenhorst und Mitglied im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages einen Eindruck von den laufenden Renaturierungsarbeiten. Es handelt sich um ein Projekt nordöstlich von Oldenburg, das Natur und Klimaschutz gleichermaßen in den Blick nimmt. „Das sind auch künftig die Themen in unserer Region“, betonte Ernst und machte deutlich, wie wichtig es sei, als Parlamentarier nicht nur einzelne Schlaglichter zu setzen, sondern das große Ganze zu sehen.
Die Gastgeber empfingen ihn mit spürbarer Freude über das Interesse. Tido Bent, Verwaltungsdezernent der Niedersächsischen Landesforsten vom Forstamt Neuenburg, zeichnete die Entwicklung des Projekts nach und öffnete den Blick für die Hintergründe. Die Gellener Torfmöörte ist ein uraltes Hochmoorgebiet und wird auf rund 120 Hektar Schritt für Schritt wiederbelebt. Landkreis Wesermarsch, die Ökologische Station Jade (ÖSJA), die Niedersächsischen Landesforsten als Miteigentümerin sowie weitere Flächeneigentümer ziehen dabei an einem Strang. Die Gellener Torfmöörte erstreckt sich über die Landkreise Wesermarsch und Ammerland und ein Gebiet der Stadt Oldenburg.
Wer das Renaturierungsgebiet betritt, sieht zunächst eine Landschaft im Umbruch. Wo vor wenigen Wochen noch Wanderer und Naturfreunde durch stille Moorpfade streiften, dominieren nun Torfdämme, frisch planierte Flächen und Wasserbecken. Raupenbagger und Pistenbullies haben die Idylle vorübergehend in eine Baustelle verwandelt. Doch gerade diese Eingriffe sind der Schlüssel für die Zukunft des Hochmoors. Bei einem Rundgang erläuterten Anna Wiersbinski von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wesermarsch und Naturschutzförsterin Linea Kalinowski die Dimension der Arbeiten.
Die Gellener Torfmöörte ist Teil des Naturschutzgebietes „Gellener Torfmöörte mit Rockenmoor und Fuchsberg“ sowie des europäischen FFH-Gebietes „Ipweger Moor, Gellener Torfmöörte“. Ziel ist es, den Erhaltungszustand der empfindlichen Lebensräume zu verbessern. Mit der Wiedervernässung soll das Moor stabilisiert und die Artenvielfalt gestärkt werden. Das käme unter anderem seltenen Tieren wie Kreuzotter, Moorfrosch und Kranich zugute.
Auch der Klimaschutz steht im Zentrum. Entwässerte Moore sind stille Klimakiller, sie setzen Kohlendioxid frei. Nasse Moore dagegen wirken nach den Worten der Fachleute wie gewaltige Speicher, die Kohlenstoff über Jahrzehnte binden können. Um dies zu erreichen, wurden alte Dämme freigeräumt, Entwässerungsgräben mit Torf verschlossen und neue Dämme errichtet. Auf einer Länge von 1,5 Kilometern sollen Kunststoff-Spundwände den Wasserrückhalt sichern. „Wir haben die Flächen aus der landwirtschaftlichen Nutzung genommen und gepoldert“, erklärte Anna Wiersbinski. Nun sollen die winterlichen Niederschläge gestaut werden in der Hoffnung, dass das Wasser auch im Sommer den Moorboden durchtränkt.
Mit seinem Besuch machte Bastian Ernst deutlich: Renaturierung und Klimaschutz sind keine Randthemen, sondern zentrale Zukunftsaufgaben. Sie betreffen nicht nur die Natur, sondern auch das gesellschaftliche Fundament unserer Region.
+++
((Beitragsbild oben v. lks: Bundestagsabgeordneter Bastian Ernst, Tido Bent vom Forstamt Neuenburg))





Büro Bastian Ernst / DelmeNews






Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!