Ausbruch im JHD ist eingedämmt – Personal bekommt Impfstoff von AstraZeneca verabreicht

17. 02. 2021 um 16:05:56 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Im Josef-Hospital Delmenhorst (JHD) konnte das Infektionsgeschehen auf der chirurgischen Station 37 unter Kontrolle gebracht werden. Keine weiteren Ansteckungen sind bislang festgestellt worden. Außerdem sind die Zahlen der Corona-Patienten so niedrig wie lange nicht mehr. Genau vor einer Woche am Mittwoch, 10. Februar, wurde das JHD mit 330 Impfdosen vom Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca beliefert. Damit wird ein Teil der Mitarbeiter geimpft.
 
„Wir haben im Moment zehn COVID-positive Patienten, einen auf der Intensivstation und dieser wird beatmet. Das sind die niedrigsten Zahlen seit acht Monaten“, lässt Dr. Christian Peters, Klinikleiter des JHD, zu Beginn des Pressegespräch per Zoom-Meeting am heutigen Mittwoch (17. Februar) wissen. Anhand dieser Zahlen ist er davon überzeugt, dass der Shutdown seine Wirkung entfaltet. Dr. Peters sagt: „Die Abklingkurve wird immer flacher.“
 

Weder ein Patient noch ein Mitarbeiter von Station 37 hat sich zusätzlich infiziert

Bei niedrigen Patientenzahlen könnten diese nicht mehr so kontinuierlich sinken wie zuvor. „Es ist eine große Freude, dass wir nur noch zehn Corona-Patienten hier im Haus haben “gibt sich der Klinikleiter zufrieden. Zum Infektionsgeschehen auf der chirurgischen Schwerpunktstation 37 teilt Dr. Klaus Gutberlet, Chefarzt für Innere Medizin am JHD, mit: „Tatsächlich sind bei dem Ausbruch keine neuen Infektionen mehr hinzugekommen.“ Das gilt sowohl für Patienten als auch Beschäftigte.
 

Erneute Öffnung der Station steht kurz bevor

Gemeinsam mit dem städtischen Gesundheitsamt wurde Dr. Gutberlet zufolge ein Fahrplan bestimmt. Mehrfach wurden die Betroffenen auf das Coronavirus getestet. Nun stehen die Ergebnisse der letzten Tests aus. „Morgen oder spätestens übermorgen kann die Station wieder geöffnet werden“, blickt Dr. Gutberlet voraus.

Er bekundet: „Es freut uns sehr, denn das zeigt, dass die Dinge hier richtig laufen.“ Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass in diesem Kontext ein vierter Todesfall erfolgte. Auf die Frage, ob es zwischen den gehäuften Corona-Fällen auf der Station und den Todesfällen einen Zusammenhang geben könne, antwortete Dr. Gutberlet, dass dies ja nur Polizei oder Staatsanwaltschaft beurteilen könnten.

Im Nachgang erklärten die Verantwortlichen: „Wir möchten dazu klarstellen, dass dies eine rein theoretische Antwort war. Uns sind keine Ermittlungen im Zusammenhang mit den Todesfällen bekannt und wir rechnen auch nicht damit.“ Dr. Gutberlet befindet: „Gottseidank sind nicht mehr Infizierte dazugekommen.“ Seiner Aussage nach ist bei keinem Patienten und Beschäftigten eine Mutation nachgewiesen worden, sodass im JHD noch immer keine der ansteckenderen Virus-Varianten aufgetreten ist.
 

Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter wird in Kürze geimpft sein

Obwohl zuletzt die Sieben-Tage-Inzidenz relativ konstant um die 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche betragen hat, ist es noch ein weiter Weg bis zur Null. Über den hohen Inzidenzwert in der Wesermarsch zeigt sich Dr. Gutberlet schockiert. „Es wird uns noch eine Weile beschäftigen“, hält er zur Pandemie fest.

Dr. Gutberlet konstatiert: „Es ist uns wieder gelungen, ein ruhiges Fahrwasser zu erreichen.“ Gebetsmühlenartig wiederholt er, dass trotz der Impfungen weiter Abstand gehalten und Masken getragen werden müssen: „Mit dem Thema sind wir noch nicht durch.“ Vergangene Woche Mittwoch erreichten das JHD laut dem Klinikleiter 300 Impfdosen mit dem Impfstoff von AstraZeneca.

Allesamt sind diese dem Personal vorbehalten. 220 davon wurden bereits am Donnerstag, 11. Februar, und Freitag, 12. Februar, verimpft. Die übrigen 80 Dosen sollen am kommenden Freitag, 19. Februar, und ein Woche später am 26. Februar Mitarbeitern gespritzt werden. „Dann haben wir schon eine gute Impfquote von über 50 Prozent bei uns im Haus“, offenbart Dr. Peters.
 

Paracetamol lindert Nebenwirkungen

Im Unterschied zum Impfstoff von BioNTech/Pfizer, bei dem Nebenwirkungen eher nach der zweiten Impfdosis vorkommen können, ist dies beim Vakzin von AstraZeneca bei der ersten Impfung der Fall, worauf Dr. Gutberlet hinweist. Bislang sind diese Erscheinungen bei den Beschäftigen seinem Urteil nach ganz im Rahmen geblieben und ähnlich wie bei einer Grippe. Als Tipp für die Bürger kann Dr. Gutberlet den fiebersenkenden und schmerzlindernden Arzneistoff Paracetamol empfehlen.
 
Bild: Das Infektionsgeschehen auf Station 37 im JHD ist so gut wie bereinigt und die Mitarbeiter werden seit vergangenen Donnerstag mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft.



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