Gesundheitsreform verschärft Zwei-Klassenmedizin und grenzt strukturelle Ansätze einer Bürgerversicherung für alle und durch alle aus.SoVD Oldenburg

Oldenburger Pflegewissenschaftlerin kritisiert „Gesundheitsreform“

„Der 12. Mai ist Tag der Pflege, doch rückten Krisen und Kriege das Thema in den Hintergrund“, sagt Prof. Dr. Martina Hasseler, 2. Vorsitzende des SoVD-Kreisverbandes Oldenburg-Delmenhorst und Mitglied des Gesellschaftspolitischen Ausschusses des SoVD Niedersachsen. Die Professorin für Gesundheitswissenschaften kritisiert die geplante Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung als in Teilen unausgewogen. „Der Gesetzentwurf fördert eine Zwei-Klassen-Medizin und ignoriert strukturelle Änderungen einer Bürgerversicherung.“ Hasseler verweist darauf, dass die Einführung von Teilkrankschreibungen besonders Versicherte in schwierigen Lebenslagen treffen. Die geplante Erhöhung der Zuzahlungen für Arzneimittel sei unsozial und die Einführung eines Beitragszuschlags für Ehe- oder Lebenspartner verstellt den Blick auf strukturelle Verbesserungen der Finanzierung, die etwa eine Bürgerversicherung leisten könne. „Wenn die Politik davon redet, Lasten auf mehrere Schultern zu…