19. Weinmesse im Lichthof der vhs Delmenhorst am 7. Februar

Auf der 19. Weinmesse in der vhs Delmenhorst am 7. Februar präsentieren von 16:30 bis 21:30 Uhr gleich elf Winzer aus unterschiedlichen Weinbauregionen Deutschlands ihre Erzeugnisse.

In der historischen Atmosphäre des Lichthofs können Gäste nicht nur die unterschiedlichen Weine probieren und bestellen, sondern auch mit den Winzern über Herstellung und Besonderheiten ins Gespräch kommen.

Für das leibliche Wohl sorgt der Delmenhorster Männerkochklub. Aufkommende Lesegelüste rund um das Thema Wein werden von der Buchhandlung Jünemann bedient.

Der Eintritt beträgt 7 Euro zuzüglich 3 Euro Glaspfand. Gezahlt wird an der Abendkasse, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die beteiligten Weingüter:

Weingut Brüssel, Rheinhessen

Janine Weinreich (geb. Brüssel) hat das alteingesessene Bechtheimer Weingut einer kompletten Modernisierung unterzogen, mit der es, wie an den englischsprachigen Weinlinien erkennbar, von vornherein auf dem internationalen Markt agiert. Die Weinpalette ist klassisch, wird aber seit einigen Jahren von der am Bordeaux-Stil orientierten Rotwein-Cuvee „Bright Times“ ergänzt.

Weingut Deiss, Rheinhessen

Christopher Deiss ist ein Shootingstar des rheinhessischen Weinbaus, der mit seinen konventionellen Weinen ebenso für Furore gesorgt hat wie mit extravaganten Experimenten. Neben saft- und kraftvollen Weinen aus den traditionellen Rebsorten hat er das Verfahren schottischer Whiskybrenner, Whisky in ehemaligen Weinfässern zu lagern, einfach mal umgedreht und einen seiner Rotweine in einem ehemaligen Bourbonfass reifen lassen.

Weingut Erlenwein, Pfalz

Timo Erlenwein hat das traditionelle Pfälzer Weingut seiner Familie behutsam weiterentwickelt, wozu die Betonung der bodenspezifischen Aromen, vor allem des Rieslings, gehört. Neben den geradlinigen Weiß- und Rotweinen hat er in der hauseigenen Brennerei zudem einen Gin entwickelt, der sich ebenfalls sehen lassen kann.

Weingut Glaser, Franken

Das mehr als 500 Jahre alte Weingut ist dank Ulrich Glasers Innovationen in der Moderne angekommen. Dazu gehören nicht nur entsprechende Bezeichnungen wie „KMPLX“, sondern dazugehörige komplexe Weine, die, fränkisch trocken, nicht nur zu Schäufele und Rostbratwurst, sondern auch bestens zu thailändischen und anderen asiatischen Gerichten passen.

Weingut Grün, Pfalz

Neben all den jahrhundertealten Weingütern ist das von Esther Grün gegründete ein absoluter Frischling. Vor nicht einmal 10 Jahren wagte sie den Schritt in die Selbständigkeit mit Weinen, denen sie ihre eigene Handschrift verleihen wollte und konnte. Dazu gehörte der Abschied von alten Zöpfen, die sie als verstaubt empfand. So werden ihre Weine heute als Landweine vermarktet, sind aber hinsichtlich geschmacklicher Qualität und Bekömmlichkeit auf höchstem Qualitätsniveau.

Weingut Kühling, Rheinhessen

Berthold Kühling hat das elterliche Weingut nach seinem Weinbaustudium in Geisenheim konsequent auf biologischen Weinbau umgestellt, und der Erfolg gibt ihm Recht. So wird das Weingut Kühling schon seit Jahren vom „Feinschmecker“ zu den besten deutschen Weingütern gezählt. Es ist ihm gelungen, seinen Weinen neben Kraft und Frucht auch Finesse und Eleganz zu verleihen.

Weingut Kurz-Wagner, Württemberg

Oliver Kurz hat sich beharrlich und konsequent durch stetige Orientierung an der Qualität seiner Weine zu den Spitzenweingütern in Württemberg emporgearbeitet. Auch dieses Weingut zählt laut „Feinschmecker“ zu den besten Betrieben Deutschlands. Neben den fruchtbetonten klassischen Weinen hat er weiße und rote Cuvées aus dem kleinen Holzfass kreiert, die ihresgleichen suchen.

Weingut Lorenz, Saar

Anja Lorenz leitet das Weingut, das zu einer der kleinsten Weinregionen Deutschlands, der Saar, zählt, schon seit vielen Jahren. Der Schwerpunkt liegt, natürlich entsprechend den geologischen Gegebenheiten, auf den Weißweinen, allen voran dem Riesling, bei dem sie es in jeder Geschmacksrichtung versteht, die jeweilige Lagentypizität schmeckbar zu machen.

Weingut Schmidt, Baden

Frank Schmidt aus dem Kaiserstuhl hat sein Weingut nach einer Ausbildung zum Küfer, also zum Fassmacher, selbst mit seiner Frau gegründet. Seine Weine stehen für Reintönigkeit, und auch da, wo er Holz einsetzt, allen voran bei seinem roten Flaggschiff „Vulkano“, merkt man ihnen durch den behutsamen Umgang mit dem Holzfass an, dass er sein Handwerk von der Pike auf gelernt hat.

Weingut Waldkirch, Pfalz

Felix Waldkirch ist in der pfälzischen Weinszene ein Querkopf, der mit der ihm eigenen Konsequenz (andere sagen Sturheit) seine persönlichen Vorstellungen von Wein umsetzt. Dazu gehören erstklassige Kreationen wie der „F18“, was für „Freitag 18 Uhr“ steht, also ein Wein zum Feierabend, der ungemein belebend schmeckt – wie man es eben zum Wochenende braucht, was auch daran liegt, dass Felix Waldkirch ein absoluter Spezialist für Aromasorten ist.

Weingut Zipf, Württemberg

Jürgen Zipf zählt schon lange zu den besten deutschen Winzern und bring Jahr für Jahr zuverlässig erstklassige Weine in allen Kategorien hervor. Schon sehr früh hat er das Potential alter Rebstöcke erkannt und so profitiert er heute von 40 Jahre alten Weinbergen, aus denen Weine von einer seltenen geschmacklichen Vielfalt und Tiefe stammen. Das Paradebeispiel ist sein Silvaner, der ebenso nachhaltig schmeckt wie seine Rotweine von in Deutschland eher seltenen Rebsorten wie Zweigelt oder Blaufränkisch.

 

Bild oben: Die Weinmesse im Jahr 2024

Foto: vhs Delmenhorst

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