Werner Lindemann verlässt den Stadtrat und entschuldigt sich

08. 12. 2015 um 12:49:57 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Der Delmenhorster Ratsherr Werner Lindemann tritt zurück. Der wegen Betruges zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilte Ratsherr hat soeben geäußert, dass er sein Stadtratsmandat niederlegen wird. Und er entschuldigt sich bei seinen Wählern, seinen Ratskollegen und dem Oberbürgermeister.
 
Werner Lindemann tritt zurück. Noch kürzlich hatte er mit dem wegen des Besitzes von Kinderpornografie verurteilten Ratsherrn Henning Suhrkamp eine gemeinsame Gruppe im Stadtrat bilden wollen. Doch diese anscheinend nicht ausreichend durchdachte Idee ist inzwischen vom Tisch. In der nächsten Ratssitzung wird er formal aus dem Stadtrat ausscheiden und bis dahin eben keine Gruppe mit Henning Suhrkamp bilden.
 

“Werde persönlich aufarbeiten und klären“

Lindemann sagte heute: „Ich habe mich da in den letzten Wochen seit dem Prozess persönlich in etwas verrannt und werde das nun – mit Hilfe vertrauter Personen – persönlich aufarbeiten und klären.“
 

„Besser, wenn ich das Mandat niederlege“

Lindemann hatte seine Taten vor Gericht vollumfänglich gestanden. Er hatte bereits begonnen, finanzielle Wiedergutmachung gegenüber den Geschädigten zu leisten. Jedoch war er davon ausgegangen, dass die Stadtratstätigkeit im Rahmen seiner Rehabilitation akzeptiert würde. „Das ist leider nicht der Fall und so ist es besser für alle Beteiligten, wenn ich das Mandat nun selbst niederlege“ sagt Lindemann.
 

Entschuldigung bei Wählern, OB, und Ratskollegen

Seine Entscheidung bezeichnet Lindemann selbst als „sehr spät, aber nicht zu spät“ und er hofft, dass sie akzeptiert wird. Wie er weiter mitteilt, entschuldigt er sich bei seinen Wählern, dem Oberbürgermeister, seinen Ratskollegen und den Bürgern der Stadt Delmenhorst für die Enttäuschung und den politischen Schaden, den er verursacht hat.
 
 
Ein Kommentar von Steffen Peschges:
Lieber spät als nie. Werner Lindemann legt sein Mandat nieder, er verlässt den Stadtrat. Die Ratsherren fanden es unerträglich, mit ihm weiterhin zusammenarbeiten zu müssen, da sie nicht mit einem verurteilten Straftäter auf eine Stufe gestellt werden möchten. Und vielen Bürgern fällt ein Stein vom Herzen. Es geht dabei nicht darum, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen. Nur gehört es eben auch dazu, dass man, wenn man eine erhebliche juristische Strafe bekommt, man auch gesellschaftlich einen Gang zurückschaltet. Und eben nicht weiterhin in vorderster Linie politisch und presseöffentlich anderen Bürgern erläutert, wie das Leben zu funktionieren hat. Die Entscheidung von Werner Lindemann ist daher die richtige. Sie kommt spät, aber sie kommt. Von ihr profitieren alle, auch er selbst, denn sie nimmt erheblich den Druck von ihm. Nun sollte auch Henning Suhrkamp zu diesem Schluss kommen. Für ihn, der weiter im Stadtrat verbleiben will, wird es nun nicht einfacher.
 





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