Wegen Kinder- und Jugendpornografie verurteilt, dennoch will Ratsherr Henning Suhrkamp im Statdtrat bleiben

13. 11. 2015 um 15:04:13 Uhr | DelmeNews-Redaktion

Am gestrigen Donnerstag, 12. November 2015, hatte der Delmenhorster Ratsherr Henning Suhrkamp seine Berufung vor dem Landgericht Oldenburg zurückgezogen und damit ein erstinstanzliches Urteil wegen des Besitzes von Kinder- und Jugendpornografie akzeptiert. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor deutlich gemacht, dass es zusätzlich zu den verhandelten Vorwürfen ein weiteres Verfahren wegen auf Suhrkamps Laptop entdeckter belastender Internet-Cache-Dateien geben könnte.
 
Heute hat Henning Suhrkamp in einer persönlichen Erklärung bekanntgegeben, dass er sein Mandat im Delmenhorster Stadtrat nicht abgeben will. Wir drucken im Folgenden die Erklärung unkommentiert ab:
 
Persönliche Erklärung von Henning Suhrkamp
 
Ich bin für mich immer noch unfassbaren Vorwürfen wegen des sich Beschaffens und des Besitzes von kinder- und jugendpornografischem Material ausgesetzt. Weil mir und meinem familiären Umfeld das Verfahren sehr zusetzt, habe ich gestern meine Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichtes zurückgezogen und das Verfahren damit beenden können.
 
Aber: Ich habe mir nichts vorzuwerfen und bin unschuldig. Mich mit falschen Beschuldigungen belasten… Sollte es nicht wichtiger sein, die tatsächlichen Umstände herauszufinden? Es geht schließlich um Kinder als unsere Schutzbefohlenen!
 
In den letzten 25 Jahren habe ich – das bestätigen mir auch Kritiker – in der Jugend- und Tierschutz-Arbeit gerade auch ehrenamtlich viel für unsere Stadt geleistet. Ehrenamtlich bedeutet unentgeltlich – daher sollte allen klar sein: Es geht mir hier nicht ums Geld.
 
Ich werde mein Ratsmandat nicht abgeben, um damit dem Täter die letzte Genugtuung zu verschaffen. Im Gegenteil: Dadurch, dass ich den Rat nicht verlassen werde, setze ich ein Zeichen für meine eigene Stärke und Unschuld.
 



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