Stadt will ihren Ruf aufpolieren – Standortmarketingkonzept vorgestellt

14. 12. 2017 um 12:22:08 Uhr | DelmeNews-Redaktion
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
ca-hochzeitsfotografie.de
Werbung

Delmenhorst genießt nach landläufiger Meinung keinen guten Ruf. Aber stimmt das auch? Und wie kann die Stadt ihren Ruf aufpolieren? Vorschläge dazu sind im Standortmarketingkonzept festgehalten, dass am gestrigen Mittwoch, 13. Dezember, der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Trotz ihrer angespannten Haushaltslage will die Stadt zumindest einige der darin enthaltenen Vorschläge umsetzen.
 
Erstellt wurde das Konzept von der Beratungsagentur Cima, die dafür unter anderem eine Bürgerbefragung durchführte. Projektleiterin Regina Schroeder hob in ihrer Präsentation die wesentliche Punkte des Konzeptes hervor: “Es ging uns nicht darum, eine Liste mit Vorgaben abzuarbeiten, sondern den Akteuren in der Stadt Maßnahmen an die Hand zu geben.”
 

Fünf Ziele im Mittelpunkt

Um dieses Ziel zu erreichen, hat Cima fünf Unterziele definiert. So soll die Innenstadt belebt werden und die Identifikation der Delmenhorster mit ihrer Stadt gesteigert werden. Nach Schröder sei gerade dies schwierig. So gäbe es in den sozialen Medien kaum Bilder von der Stadt. Erklären könne sie sich dies nicht. Zudem solle das Image verbessert, ins positive korrigiert und ein entwickeltes Leitbild als Zukunftsbild angestrebt werden.
 
Schröder sieht Delmenhorst bereits jetzt mit einigen Stärken: Die Stadt habe einen kleinstädtischen Charme, viel Grün direkt in der Innenstadt und sei überregional für ihren Sportsgeist bekannt. Auch die Integration zugezogener Ausländer sei für viele Bürger selbstverständlich. Zudem könnten viele heimische Unternehmer auch im Alltag der Leute wahrgenommen werden. Gerade diesen Aspekt könne die Stadt aber noch weiter hervorheben. “Delmenhorst soll Impulsgeber für das Umland werden”, schlug sie vor. Dabei helfe es, wenn die Stadt zusammenhalte und zu ihren Ecken und Kanten stehe. Herausforderungen sollten aktiv angegangen werden. Auch er Tourismus könne gestärkt werden.
 

Image nach innen schlechter als nach außen

Nach Innen sei das Selbstbild innerhalb der Stadt schlechter als nach außen. Gleichzeitig würden langwierige Entscheidungen der Politik die Entwicklung der Stadt hemmen. Und ein gemeinsames Leitbild, eine Vision für die Stadt fehle bislang. Das sei die Meinung von 43 befragten Experten, ergänzte Schroeder.
 
Dagegen schlägt Schroeder ein ganzes Bündel an Maßnahmen vor: Im Alltag sollten positive Erlebnisse produziert werden, die die Menschen mit der Stadt verbinden. So könnte die sozialen Medien stärker in die städtische Kommunikation eingebunden werden. Auch der Fachhandel in der Innenstadt ließe sich stärken. Und schließlich ein weiteres Fest in der Innenstadt veranstalten, um die Marke Delmenhorst zu feiern.
 

Stadt sieht Umsetzungsmöglichkeiten

Trotz der angespannten Haushaltslage – auch mit Sicht auf die erwarteten Kosten für das Josef-Hospital – sieht Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD) Möglichkeiten, die Vorschläge anzugehen. “Die Übernahme des Krankenhauses bedeutet nicht, dass keine anderen Themen mehr bleiben. Wir müssen ja etwas, das geht, nicht abschaffen”, sagte er auch mit Blick auf bisherige Aktionen der Stadt. Stadtbaurätin Urban ergänzte: “Cima hat es auf den Punkt gebracht. Es ist viel passiert in den letzten Monaten.”
 

 
Kaufleute-Sprecher Christian Wüstner sieht auch sich und seine Kollegen in der Pflicht: “Wir Kaufleute begleiten das Projekt. Es ist eine Herzensangelegenheit für uns. Wir können viel bewegen, ohne den städtischen Haushalt anzutasten.” Stadtmarketing-Chef Axel Langnau plädierte dafür, den bereits eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Weitere Informationen zum Standortmarketingkonzept gibt es auf der Homepage Stadt/Marke Delmenhorst.
 
Foto oben: Axel Langnau von der Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft (links) nahm für die Stadt das Standortmarketingkonzept von Regina Schroeder entgegen.
 
Foto unten: Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD, 2. v.l.) und Axel Langnau (1. v.l.) gehörten zu den Teilnehmern der Konzept-Präsentation.
 





Kommentar schreiben




Ihre Kommentare