Sassen: Jahnz wusste von illegalen Wollepark-Aktivitäten – Jahnz: “Das ist absurd!” – Notunterkünfte stehen bereit

16. 05. 2017 um 10:51:58 Uhr | DelmeNews-Redaktion

Ratsfrau Eva Sassen vom Bürgerforum greift in einer Pressemitteilung Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD) an. Der Vorwurf: Jahnz habe von illegalen Machenschaften im Wollepark gewusst. Der Oberbürgermeister bestreitet die Vorwürfe.
 
Konkret wirft Sassen Jahnz vor, Kenntnis gehabt zu haben von Mädchenprostitution, Pornoaufnahmen von Kindern und der Zahlung illegal hoher Mieten Am Wollepark 11 und 12. Ihrer Meinung nach habe es solche Fälle dort gegeben. “Ich gehe davon aus, dass der Oberbürgermeister davon weiß”, schreibt sie. Zudem bestünden ihrer Meinung nach Immobilieninteressen am Grundstück der beiden Wohnhäuser von Seiten der Stadt. “Mit dem Abriss der Häuser im Zentrum von Delmenhorst will man die heutigen Bewohner vertreiben”, mutmaßt sie.
 

Jahnz weist Vorwürfe zurück

“Das ist absurd!”, sagt Jahnz. Er habe erst heute Morgen in der Zeitung von den Vorwürfen erfahren. “Ich habe damit nichts zu tun. Da weiß ich gar nichts von.” Frau Sassen bittet er, sich an die Polizei zu wenden.
 

Notunterkünfte stehen bereit

Seit gestern haben die Stadtwerke Am Wollepark 11 und 12 eine neue Wassersperre verhängt, Delmenewsdie bestehen soll, bis die Vermieter ausstehende Rechnungen von mittlerweile 130.000 Euro bezahlen. Das Gas wurde bereits am 27. April abgestellt.
 
Unterdessen hält die Stadt ehemalige Flüchtlingsunterkünfte bereit, um hilfsbedürftige Bewohner der Wohnhäuser aufzunehmen. Ob darunter auch die ehemalige Fröbelschule ist, wollte Stadtsprecher Timo Frers nicht bestätigen. Hilfsbedürftig sind Familien mit Kindern, Behinderte und Alte. “Eine Kindeswohlgefährdung wurde bisher nicht festgestellt”, erklärt Frers. Der Allgemeine Soziale Dienst der Stadt kontrolliere regelmäßig vor Ort die Situation.
 
Weiterhin besteht die Möglichkeit, verfügbare Wohnungen für Wollepark-Mieter der Diakonie zu melden. Diese nimmt entsprechende Angebote unter (04 2 21) 91 66 80 entgegen.
 
Foto: Ratsfrau Eva Sassen griff Oberbürgermeister Axel Jahnz an. Der wies die Vorwürfe zurück.
 



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