Mehr als jeder 10. Delmenhorster schwerbehindert – Demographischer Wandel verstärkt Phämonen

10. 03. 2017 um 12:14:09 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Die Zahl schwerbehinderter Einwohner in Delmenhorst steigt weiter. Zählte die IKK Classic nach Auswertung von Daten des Statistischen Landesamtes Niedersachsen 2013 noch 7.225 Schwerbehinderte in der Stadt, waren es 2015 schon 7.931. Das entspricht einer Quote von 10,4 Prozent. Der Durchschnitt in Niedersachsen liegt mit 9,1 Prozent deutlich niedriger.
 
Einen der höchsten Anteile an Schwerbehinderten im Land besitzt Wilhelmshaven mit 13 Prozent. Warum Delmenhorst über dem Landesdurchschnitt liegt, ist unbekannt. “Die Struktur in den Kreisen und Städten ist vermutlich entscheidend”, erklärte Thomas Wiechert, Pressereferent der IKK Classic in Niedersachsen.
 

Erkrankungen Hauptursache für Behinderungen

Die Statistik definiert Schwerbehinderte als Menschen, denen von den Versorgungsämtern ein Behinderungsgrad von 50 Prozent oder mehr zuerkannt wird. “Mehr als 80 Prozent der Schwerbehinderungen entstehen durch eine chronische Erkrankung”, erläuterte Wiechert. Daher wachse das Risiko, behindert zu werden, mit dem Alter. Dann könnten Herzinfarkte, Schlaganfälle und andere Alterserkrankungen eine Schwerbehinderung als Folge nach sich ziehen. “Nur jeder zwanzigste hat eine angeborene Behinderung, ein noch kleinerer Teil ist infolge eines Unfalls behindert.“
 

Präventionsprogramme gefordert

Die IKK Classic sieht die Zahl Schwerbehinderter auch landes- und bundesweit weiter ansteigen. Grund sei der demographische Wandel, also der steigende Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung. Auch der medizinische Fortschritt ermöglicht es, dass immer mehr schwerbehinderte Menschen überleben können. “Nur mit Präventionsprogrammen für die gefährdeten Bevölkerungsgruppen lässt sich diese Entwicklung mildern”, sagte Wiechert hinsichtlich Behinderungen als Krankheitsfolgen. “Dafür müssen Aufklärung, Beratung und Training zu Bewegung und gesunder Ernährung, zur Stressbewältigung und Suchtprävention selbstverständlicher werden. Dies gilt für jeden Einzelnen, für die Arbeitswelt und für das Gesundheitssystem.“
 
Symbolbild: Der Anteil Schwerbehinderter in Delmenhorst liegt über dem Landesschnitt.
 




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