Heidi Naujoks ist OB-Kandidatin der CDU

30. 10. 2013 um 14:26:18 Uhr | DelmeNews-Redaktion
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung

Am gestrigen Dienstag, den 29. Oktober, stellte der Kreisverband der CDU der Presse ihre Kandidatin für die Wahl des Oberbürgermeisters vor: Die Wahl fiel auf die 56-jährige Heidi Naujoks aus Loy bei Oldenburg. Zwar hatte sie bislang nie einen Bezug zu Delmenhorst, will aber durch Fachlichkeit und strategisches Arbeiten bei den Bürgern punkten.
 

Werbung
Heidi Naujoks soll für die CDU bei der Wahl des Oberbürgermeisters im Mai 2014 antreten. Ihr Handicap: Sie kommt von außen und hat bisher keinen Bezug zu Delmenhorst gehabt. Sie selbst sieht darin allerdings keinen Nachteil: „Es ist ein unglaublicher Vorteil, von außen zu kommen.“ Stattdessen will die 56-Jährige mit fachlicher Kompetenz und strategischem Arbeiten punkten, „Verwaltungsrecht und Verwaltung sind meine zweite Haut“, sagt Naujoks über sich, die 2005 in die Partei eingetreten ist.
 

Kandidatur ohne Wahlkampf?

Einen Wahlkampf will die CDU nach eigener Angabe allerdings nicht machen: „Kämpfen heißt jemanden angreifen und besiegen. Das ist nicht das, was wir wollen“, erklärt Kreisvorsitzender der CDU Heinz-Gerd Lenssen. Viel eher will sich Naujoks bei den Bürgern „bewerben“ und da sein, wo die Menschen sind. „Wir müssen zu den Menschen gehen. Bürgersprechstunden können auch mal auf dem Marktplatz ohne Terminvereinbarung stattfinden.“ Eine genaue Strategie für die Vorgehensweise müsse noch entwickelt werden. Es bleibt allerdings die Frage offen, ob Bürgersprechstunden nicht doch zum klassischen Wahlkampf gehören.
 

Kompetenz an erster Stelle

„Sie hat viel Erfahrung und bringt sehr viel Know-How mit“, schwärmt Lenssen von der OB-Kandidatin. Damit untertreibt er nicht: Sie hat Volkswirtschaft bis zum Vordiplom studiert und Rechtswissenschaft mit dem ersten Staatsexamen abgeschlossen, danach hat sie ihr Rechtsreferendariat in Marburg und Oldenburg absolviert. Dann hat Heidi Naujoks fünf Jahre lang als Fortbildungsreferentin beim Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge gearbeitet, weitere fünf Jahre als Dezernentin für Soziales, Jugend und Gesundheit im Landkreis Wesermarsch. Im Jahre 1999 hat sie dann den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und war als Personal- und Organisationsberaterin für öffentliche Verwaltungen und politische Parteien tätig. Nebenher hat sie sich auch zahlreichen nebenberuflichen Tätigkeiten gewidmet, wie zum Beispiel dem Unterrichten an der Hochschule für soziale Künste in Ottersberg. Vor zwei Jahren hat sie sich allerdings eine Auszeit genommen, um nicht Gefahr zu laufen, Burn-Out Patientin zu werden. Dem Posten als OB fühlt sie sich jedoch gewachsen: „Jetzt habe ich wieder Kraft“, sagt sie.
 

Auch privat sehr aktiv

Heidi Naujoks hat zwei erwachsene Kinder von zwei Vätern, „ich bin ewig und drei Tage geschieden“, verrät sie. Vielmehr sei sie schon immer mehr mit der Verwaltung verheiratet gewesen, scherzt sie. Dafür verbringt sie ihre Freizeit sehr aktiv: Sie fährt Ski seit sie vier Jahre alt ist und ist auch dem Wassersport nicht abgeneigt: „Ich habe ein eigenes Boot und segle.“ Außerdem liebt sie Fjord-Pferde und macht gerade einen Kutschen-Führerschein.
 

Alle Kriterien erfüllt

„Wir haben Findungskommissionen gegründet“, erklärt Lenssen das Prozedere der Aufstellung. Man habe sich auf gewisse Auswahlkriterien geeinigt. Wichtig seien unter anderem Verwaltungserfahrung, Führungserfahrung und persönliche Ausstrahlung gewesen. Der persönliche Bezug zu Delmenhorst habe allerdings nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Alle Bewerber wurden an diesen Kriterien gemessen. „Es sind Leute an uns herangetreten, wir haben aber auch Leute angesprochen“, erzählt Lenssen. Es habe mehr als zwei, aber weniger als zehn Bewerber gegeben. Eine genaue Zahl wollte man nicht nennen. „Zum Schluss hat sich Frau Naujoks als beste Kandidatin herausgestellt“, erklärt Lenssen weiter. Beim nächsten Kreisparteitag der CDU am 23. November soll Naujoks von den Parteimitgliedern beauftragt werden, sich auf das OB-Amt zu bewerben, darüber müsse aber noch offiziell abgestimmt werden. Theoretisch könnte es nämlich noch anders kommen: Beim Parteitag könnten sich auch noch andere spontan auf den Posten bewerben und sich wählen lassen, das scheint aber eher unwahrscheinlich zu sein.
 


Steckbrief

Personalien
Geboren 24.12.1956
Geschieden, zwei Kinder (geboren 1983 und 1987)
 
Studium
1984 – 1987 Rechtsreferendariat in Marburg und Oldenburg (abgeschlossen mit dem zweiten Staatsexamen)
1979 – 1983 Rechtswissenschaft in Marburg (abgeschlossen mit dem ersten Staatsexamen)
1975 – 1979 Volkswirtschaft in Marburg (bis zum Vordiplom)
 
Beruf
Seit 1.7.1999 Selbstständige Tätigkeit „naujoks personal coaching“: Personal- und Organisationsberaterin zu 90% für die öffentliche Verwaltung und politische Parteien, tätig im gesamten Bundesgebiet
 
1994-1999 Dezernentin für Soziales, Jugend, Gesundheit im Landkreis Wesermarsch, Leitung des Dezernats mit 150 Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen und drei landkreiseigenen Gesellschaften, Haushaltsvolumen ca. 100 Millionen D-Mark
 
1989 – 1994 Fortbildungsreferentin beim Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge
 
Nebenberufliches
Seit 2001 Geschäftsführung des Privaten Instituts Recht Mensch Beratung gGmbH gemeinsam mit Donata Bretschneider
 
Seit Herbst 2001 Geschäftsführung der Stiftung Kunst und Recht
 
Seit Frühjahr 2008 Gründungsmitglied und aktive Trainerin der Coachingausbildung, Zentrum für Weiterbildung, HKT Nürtingen
 
2004 – 2012 Dozentin für Berufsrecht und Berufsplanung an der Hochschule für Kunsttherapie in Nürtingen und der Alanus Hochschule in Bonn
 
Ab Herbst 2013 Dozentin an der Hochschule für soziale Künste Ottersberg
 





Werbung

Kommentar schreiben




Ihre Kommentare

Werbung