„Hartz-IV-Badesee“: Konrad entschuldigt sich

18. 09. 2013 um 17:14:53 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Gestern wurde im Umweltausschuss über den Vorschlag von Eva Sassen beraten, aus der Mili oder dem Pultern-See einen Badesee zu machen. Ratsherr Axel Konrad (FDP) sprach im Zusammenhang mit einer Realisierung von einem „Hartz-IV-Badesee“. Nach zahlreichen empörten Facebook-Kommentaren hat sich Konrad heute dafür entschuldigt.

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Bereits am 10. September hat Delmenews.de darüber berichtet, dass Eva Sassen einen Badesee für Delmenhorst fordert. Als gestern darüber im Ausschuss beraten wurde, hatte Axel Konrad kritisiert, dass dies ein „Hartz IV-Badesee“ werde. Wütende Äußerungen auf Facebook waren die Folge. Über 100 Kommentare gingen in der Gruppe „Du kommst aus Delmenhorst wenn……..“ ein. So schrieb Nutzerin „Lottischlotti Carlotti“ zum Beispiel: „Das ist ja eine Frechheit! Wer kann sich schon mit Kind und Kegel so ein teures Vergnügen leisten. Bei den niedrigen Löhnen betrifft das nicht nur Menschen, die von Hartz IV leben müssen.“
 

Konrad entschuldigt sich

Inzwischen hat sich Axel Konrad für die Hartz IV-See-Bezeichnung entschuldigt, per Pressemeldung und auf Facebook. In seiner Pressemeldung schreibt er: “Bezüglich meiner gestrigen Äußerung zum Pultern-See möchte ich gerne klarstellen, dass es nicht als Diskriminierung gemeint war. Zudem möchte ich mich für meine Aussage entschuldigen, werde aber nicht zurücktreten. Ich bin und bleibe Mitglied des Delmenhorster Stadtrates.“

Axel Konrad

 

Weiterhin kritische Haltung zum Badesee

Seine ablehnende Haltung gegenüber einer Freigabe von Mili oder Pulternsee als Badesee, was auch die Verwaltung und andere Politiker skeptisch sehen, hält er aber aufrecht. In seiner Pressemeldung schreibt er: „Der Pultern-See ist 14 Meter tief und die Milli hat einen Direktanschluss zur Delme. Wie soll das Wasser aufbereitet werden? Wer macht die Kontrollen der Wasserqualität? Wer passt auf die Badenden auf? Was ist mit Sanitäranlagen?“ Konrad gibt den Hinweis, dass der Steller See mit dem Fahrrad erreichbar sei. Zwar sei der nicht kostenlos, aber einen kostenlosen See könne sich auch Delmenhorst nicht leisten.




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Ihre Kommentare

“einen Kostenlosen See könne auch Delmenhorst sich nicht leisten”
Herr Konrad, was suchen sie denn dort im Stadtrat, wie kann jemand der Delmenhorst und unsere Umgebung so grottenschlecht kennt denn “gute Politik” machen, wo und wie sind sie überhaupt aufgewachsen, das sie in einer Stadt Politik gestalten wollen die sie nicht kennen? Ihre Behauptung das Badeseen Unmengen an Geld kosten ist ja noch schlimmer als dieser Erfindung des “Harz4-Badesee”, wenn man sich tausende Arbeitslosengeld-Empänger leisten muss, dann ist es doch ein leichtes einige davon entsprechend auszubilden und an einem Badesee deren Dienst tun zu lassen, als städtische Angestellte. Das Geld wird eh gezahlt, auch wenn diese Personen arbeitslos wären, wie z.B. bei zahlreichen anderen städtischen Betrieben, finanziell ist die Belastung geringfügig höher aber wir hätten einen leicht erreichbaren Badesee. Wenn man sich keinen Badesee leisten kann dann sollten womöglich alle stätdischen Grünpfleger ja entlassen werden, dennn dann hätten wir erst recht kein Geld für Baumpflege, Blumen und Rasenmähen etc., lasst die Natur dort wachsen und ihrer Logik nach wäre es wohl besser den Grünpflegern Arbeitslosengeld zu zahlen! Wenn wir uns etwas nicht “leisten können” dann solche weltfremden Poltiker die vom Mars kommen und keine Ahnung von dieser Gegend haben und abstruse Weltbilder im Kopf haben was eine Stadtverwaltung für Aufgaben hat. Eine Stadtverwaltung soll das verwaltete Gebiet lebenswer machen, und eine kostenlose Möglichkeit im Sommer sich abzukühlen gehört meiner Meinung genau in diese Kathegorie.
In Bremen sind ALLE städtischen Badeseen kostenlos incl. kompletter wassertechnischer Untersuchungen, Rettungsdienst etc. und am Sodenmattsee wurde vor paar Jahren eine schwimmende solarbetriebene Wasseraufbereitung installiert, und es liegt mit Fahrrad näher als der private und kostenpflichtige See am Campingplatz in Stuhr, für den sie Werbung machen.
Wenn sich Delmenhorst solche mehr desinformierte als informierte Politiker leisten kann, dann einen kostenlos benutzbaren Badesee erst recht und der Hasportsee hat zumindest optisch besseres Wasser als der Millitärbadesee und Pulternsee zusammen, und (vom städtischen Mirarbeitern jetzt schon teuer gepflegte) Wiesen drum herum sind schon vorhanden, ein paar Parkplätze mehr bräuchte es, die Kosten daraus einen Badesee zu machen wären dort womöglich geringer.
Tun Sie sich einen gefallen und suchen sie ein anderes Betätigungsfgeld, bei der Lösung von Problemen einer Stadt/Kommune/Land sind Kenntnisse des Ortes, Kreativität und Problemlösungsorientiertes Vorgehen gefragt, ich vermute alle 3 Felder sind Fremdgebiete für Sie. Kreativ sind sie allerdings schon, im Erfinden von agressiven Begriffen wie “Harz4-Badesee”, doch diese “Kreativität” löst keine Probleme sondern schafft sogar Probleme.

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