Erwerb des Hertie-Gebäudes – Ausführliche Stellungnahme des Investors

02. 03. 2016 um 09:48:16 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Am gestrigen 1. März 2016 hat der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung einen Stadtumbauvertrag mit einhergehender finanzieller Unterstützung für das Hertie-Gebäude beschlossen. Dazu hat sich auch der Investor selbst, die Erste Projektentwicklungsgesellschaft Delmenhorst mbH, vertreten durch Werner Uhde, in einer ausführlichen Mitteilung geäußert. Wir möchten an dieser Stelle auch mal den Investor selbst zu diesem wichtigen Thema zu Wort kommen lassen und drucken daher Werner Uhdes Stellungnahme von gestern Abend in ungekürzter Form hier ab:
 
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Ehemaliges Kaufhaus Hertie

Mit Datum vom 1. März 2016 hat der Rat der Stadt Delmenhorst mit deutlicher Mehrheit beschlossen, zur Revitalisierung des früheren Hertie-Gebäudes dem Abschluss eines Stadtumbauvertrages mit unserer Gesellschaft zuzustimmen und die benötigten Fördermittel bereitzustellen. Mit der damit möglichen Unterzeichnung des Stadtumbauvertrages durch die Verwaltung werden wir die in dem Vertrag niedergelegten Aufgaben zügig angehen. Dies beinhaltet als ersten Schritt, den abgeschlossenen Kaufvertrag über das Grundstück zu erfüllen und unser bis zum 2. März 2016 befristetes Rücktrittsrecht nicht auszuüben.

Mit dem Erwerb des Grundstücks und der Altsubstanz wird das nächste Kapitel für die Wiederbelegung der städtebaulichen Brache aufgeschlagen. Ein sichtbarer Beginn wird der Abriss des nicht sanierungsfähigen Parkhauses sein. Das Grundstück soll – so die Stadt eine Änderung des Bebauungsplanes vornimmt – mittelfristig für Wohnbebauung zur Verfügung stehen und kurzfristig der Baustelleneinrichtung zum Umbau des alten Hertie-Gebäudes dienen.

Das kommende halbe Jahr bis zum Vorliegen des Bewilligungsbescheides für die für das Jahr 2016 von der Stadt beantragten Fördermittel werden wir nutzen, um vorbereitende Maßnahmen zur Umsetzung des vereinbarten Konzepts durchzuführen. Neben den Arbeiten an der Entwurfs- und Genehmigungsplanung sowie ersten Ausschreibungen zur Entkernung des ehemaligen Hertie-Gebäudes wollen wir die Verhandlungen mit den angesprochenen Mietinteressenten intensivieren und damit den Besatz des Gebäudes konkretisieren. Erste bauliche und für die Delmenhorster Bevölkerung erkennbare Maßnahmen am alten Hertie-Gebäude werden nach dem dem Umbauvertrag beigefügten Bauzeitenplan Anfang 2017 erfolgen.

Der Prozess der Meinungsfindung war für alle Beteiligten nicht einfach. Wir danken im Besonderen dem Rat der Stadt Delmenhorst, der ein komplexes Thema hat beraten müssen, für die Bereitschaft, eine Entscheidung in knapper Zeit getroffen zu haben, der Verwaltung der Stadt Delmenhorst und allen voran Herrn Oberbürgermeister Axel Jahnz für seinen Einsatz zum Gelingen, der Mannschaft um Herrn Fachbereichsleiter Fritz Brünjes für das monatelange Engagement bei der Ausarbeitung und Formulierung von Verträgen und Beschlüssen sowie Herrn Axel Langnau und dem Team der Wirtschaftsförderung für ihren unermüdliche Mithilfe. Die Unterstützung vieler Delmenhorster Bürger – nicht zuletzt bei den Beratungen über die Neugestaltung der Fassaden – hat uns geholfen und bestärkt. Wir sagen zu, dass wir mit allen Kräften daran arbeiten werden, das uns entgegengebrachte Vertrauen zu rechtfertigen und das Projekt mit dem gemeinsam nach langen Abwägungen als richtig erkannten Konzept zu verwirklichen, um den westlichen Teil der Lange Straße und damit ein Stück Innenstadt wieder zu beleben. Gemeinsam mit den genannten Mitstreitern schaffen wir das.
Erste Projektentwicklungsgesellschaft Delmenhorst mbH
Nordenhamer Str. 180, 27751 Delmenhorst

i.V. Werner Uhde

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Ihre Kommentare

Liebe Alle.
Für ein zukunftsfähiges = nachhaltiges und solidarisches = freudvolles, lebendiges Delmenhorst wünsche ich mir, daß Entscheiderinnen und Entscheider aus alten Denkmustern aussteigen.
1.) Warum überhaupt werden Gebäude leerstehen gelassen, bis sie abruchreif, verkommen sind? Auch der viele andere Leerstand in der Stadt könnte JETZT zur Zwischennutzung mietfrei an Kreative freigegeben werden! Ideen, Träume gibt es genügend in der Stadt, auch bei den vielen Neuangekommenen.
Das würde die Innenstadt auf ganz neue Art beleben – das ist nicht zu kaufen!
2.) HERTIE sollte/könnte ein 1-Welt-Haus werden:
a) raus aus dem Kaufen und Wegwerfen:
Second-Hand FÜR ALLE: Möbel, Bekleidung, Hausrat etc.
Lebensmittel FÜR ALLE: foodsharing FÜR ALLE als menschenwürdige Weiterentwicklung des Konzepts “Tafel”
Showroom und Verkaufsfläche für von Künstle*rinnen im 1-Welt-Haus Gefertigtes
b) Co-Working-Spaces, Up-Cycling werkstätten: each-one-teach-one Wir geben unser Wissen aneinander weiter, reparieren etc.
c) Das Café wird 1-Welt-Café mit internationalen Spezialitäten, betrieben z. B. von einem Kollektiv/Verein, in dem sowohl Alt- als auch Neubürgerinnen sind.
Hier können auch Ausstellungen, Lesungen etc. stattfinden.
c) Keller-Etage (Lärm): Räume einrichten, die für Familienfeiern zu mieten sind,
als Übungsräume für Musikgruppen,alles, was Krach macht
d) Kunst und Kultur: Künstlerateliers, Konzerte, Lesungen, Theater
e) oberste Etage: verschieden große, z.B. 1,5-Raum-Appartements, die sowohl temporär vermietet (Student*innen, Geflüchtete Erstunterbringung, Hostel, Jugendherberge), als auch längerfristig mietbar sind.
f)HERTIE-Dach: als Dachterrasse, Liegestühle, begrünt
FÜR ALLE !
Anregungen gibt es, z. B. das unperfekthaus in Essen.
Dort kommen jährlich 150.000 Besuche*rinnen/Nutze*rinnen

DAS wäre ein Alleinstellungsmerkmal für Delmenhorst,
Das 1-Welt-Haus WÜRDE FUNKELN – bundesweit!
Eine solche Umsetzung bedeutet aber, daß die gegenwärtigen “Zirkel” von Entscheidern sich öffnen für “andere” Ideen und Initiativen!!!

Eine andere Welt ist möglich – Endlich Klimawandel !
Das wünsche ich mir für ein glückliches, solidarisches, achtsames, nachhaltiges Zusammensein aller Delmenhorster Bürgerinnen und Bürger.
Zu Ihren Sitzungen kommmen wir gern dazu!

Frauen- und Menschenrechte-Aktiv
Marita Blessing

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