Diakonie Himmelsthür: Vorfreude auf neue barrierefreie Wohnangebote!

12. 08. 2016 um 11:03:07 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Endlich geht es los: Die Diakonie Himmelsthür startet mit dem Bau von zwei Häusern an der Friedensstraße –
Hier werden 24 Wohnangebote für Menschen mit hohem Assistenzbedarf entstehen. Seit gestern ist das Ganze im Gange: Die Inbetriebnahme ist für das kommende Jahr geplant.

Die Diakonie Himmelsthür hat jetzt mit dem Bau von zwei Häusern in Delmenhorst-Bungerhof auf einem Grundstück neben der evangelischen Kirchen
emeinde begonnen. Bis voraussichtlich Sommer 2017 werden Wohnmöglichkeiten für 24 Menschen mit hohem Pflege- und Assistenzbedarf und Einschränkungen in der Beweglichkeit geschaffen. Das kleinere Haus bietet Wohnraum für acht Personen, aufgeteilt in zwei Viererwohngemeinschaften auf zwei Etagen. Das zweite Gebäude besitzt zwei Obergeschosse und bietet 16 Personen in drei Wohngemeinschaften mit zweimal sechs Zimmern und einmal vier Zimmern Platz. Je zwei Personen teilen sich ein rollstuhlgerechtes Duschbad. Es gibt auch ein großes Pflegebad. Die Privatsphäre wird geachtet. Dienstleistungs- und Mitarbeiterräume (u.a. ein Zimmer für die Nachtbereit-schaft) sind separat geplant worden. „Für uns bedeutet dieses neue Wohnprojekt einen weiteren wichtigen Schritt auf unse-rem Weg der Inklusion. Neben der Alltagsbegleitung der Menschen, die wohngemein-schaftsübergreifend stattfindet, gibt es ein personenzentriertes Unterstützungsangebot. Das heißt, jeder und jede erhält einen persönlichen Assistenten“, sagt die stellvertre-tende Regionalgeschäftsführerin der Diakonie Himmelsthür, Region Niedersachsen Nord, Magdalena Bohn. „Die Wohnangebote sollen auch Menschen mit hohem Assistenzbedarf ein individuelles Wohnen in der eigenen Häuslichkeit ermöglichen. Wir möchten die Lebensqualität ver-bessern und Kontakte zum sozialen Umfeld knüpfen“, sagt Projektmanager Philipp von Au. Marion Ellerbrock, die Vorsitzende der Bewohnervertretung der Diakonie Himmelsthür, fasst zusammen: „Super, dass auch Personen, die viel Hilfe brauchen, mitten in einer größeren Stadt wohnen können!“

Es sollen moderne, barrierefreie und rollstuhlgerechte Neubauten
Als Besonderheit der Neubauten hebt Architekt Lars Stürmer hervor, dass alles komplett barrierefrei und rollstuhlgerecht angelegt sei. Die Häuser würden nach den neuesten energetischen Standards mit verbesserter Dämmung errichtet. Die Energie werde auch aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Die Brandschutzstandards seien erhöht. „Wir denken an eine nachhaltige Nutzung“, sagt Stürmer. „Es ist keine Sonderimmobilie. Früher haben wir Heime gebaut. Jetzt bauen wir Mehrfamilienhäuser.“ Wenn alles läuft wie geplant, wird im Januar des kommenden Jahres Richtfest gefeiert. Im Sommer 2017 sollen die Häuser bezugsfertig sein. Die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner vom Zentralgelände der Diakonie Himmelsthür in Wildeshausen werden sorgfältig auf den Umzug vorbereitet.Die Wohnbereichsleitung an der Friedensstraße wird Tanja Gürbüz sein, Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen. Zurzeit leitet sie mehrere Wohnbereiche in Wildeshau-sen. Sie sagt: „Ich freue mich besonders, dass wir hier mittendrin leben werden, so „normal“ wie andere auch. Wir sind nicht mehr abgegrenzt, sondern haben das ganze Drumherum, das Miteinander mit der Kirchengemeinde, die Gemeinschaft der Nach-barn und die Nähe zu den Geschäften. Die Eigenversorgung ist uns sehr wichtig.“ In unmittelbarer Nachbarschaft des Grundstücks der Diakonie Himmelsthür steht die Emmaus-Kapelle der evangelischen Kirchengemeinde Hasbergen-Bungerhof. Die Ge-meinde feierte Mitte Juni Richtfest für ihr neues Gemeindehaus. Erste gemeinsame Pro-jekte wie Gartengestaltung oder Anlegen einer Kräuterspirale mit Ehrenamtlichen und Menschen mit Assistenzbedarf sind bereits geplant. In der näheren Nachbarschaft ent-stehen zurzeit außerdem mehrstöckige Appartementhäuser. Die Neubauten der Diakonie Himmelsthür werden von Aktion Mensch mit 250.000 Euro und vom Diakonischen Werk in Niedersachsen mit 200.000 Euro gefördert. Die Baukosten belaufen sich auf 2,1 Millionen Euro, inklusive der Ausstattung mit Möbeln.

Foto:
Sie freuen sich auf den Beginn der Bauarbeiten an der Friedensstraße (von links:)
Klaus-Jürgen Janßen, Irene Boldt (Bewohnervertretung, BV), Tanja Gürbüz (zukünftige Wohnbereichsleitung), Klaus Steinke, Barbara Nitsch (beide BV), Philipp von Au (Pro-jektmanager), Teo Robbe (BV), Magdalena Bohn (stellv. Regionalgeschäftsführerin) und Lars Stürmer (Architekt).



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