Der „Löwenkopf“-Fund – ein weiterhin ungelöster Fall

02. 03. 2015 um 15:26:51 Uhr | DelmeNews-Redaktion
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Anfang Juli 2014 wurde bei Sanierungsarbeiten in der Bahnhofstraße/Ecke Lange Straße ein ca. 100 Kg schwerer steinerner Löwenkopf entdeckt. Wie heute in einem Pressegespräch durch den Museumsleiter Dr. Carsten Jöhnk bekannt gegeben wurde, steht noch nicht eindeutig fest, aus welchem Material der Kopf besteht und auf welches Jahrhundert er genau zu datieren ist.
 
Derzeit wird vermutet, dass es sich um ein Schmuckelement handeln könnte, dass von einem repräsentativ gestaltetem Gebäude stammen könnte, etwa in der Langen Straße. Doch so genau lässt sich das nicht sagen. Dr. Jöhnk geht zudem davon aus, dass es sich um ein Stück aus dem 19. Jahrhundert handeln könnte, so ganz ist die Theorie, dass der Stein aus dem 16. oder 17. Jahrhundert stammt, aber noch nicht vom Tisch. Geologen der Universität Bremen untersuchen derzeit Materialproben, um eine genauere Datierung vornehmen und auch das Material exakt bestimmen zu können. Zurzeit wird in Firmenarchiven und auch im Delmenhorster Stadtarchiv nach richtungweisenden Anhaltspunkten gesucht.
 
Vermutet wird derzeit, dass es sich bei dem Material um sogenannten „Roman Cement“ handelt. Kein Zement im heutigen Sinne, sondern ein in Formen gießbares Material auf der Basis von Sand und gebranntem Kalk. Mit dem Löwenkopf-Fall sind neben Dr. Jöhnk auch Gunter Bott, der Leiter des Fachdiensts Bauordnung und Dr. Iris Ziemer, Mitarbeiterin der städtischen Unteren Denkmalbehörde vertraut.
 

Mithilfe der Bürger gefragt

Als Ausstellungsobjekt im Stadtmuseum auf der Nordwolle zu sehen ist der Löwenkopf seit knapp drei Wochen. Das eindrucksvolle Fundstück ist unverkennbar separat von Exponaten aus der Delmenhorster Schlossanlage ausgestellt, da die Zugehörigkeit zum Schloss derzeit als eher unwahrscheinlich gilt. Da der Fall um Material, Herkunft und Datierung bislang noch nicht gelöst ist, würde sich das Museum über alte Ansichten, Zeichnungen oder Photos aus der Langen Straße oder Umgebung freuen, auf denen der besagt Kopf zu sehen ist. Wer so etwas hat, einfach ans Stadtmuseum wenden.
 
Bild: Der Löwenkopf gibt Dr. Carsten Jöhnk, Dr. Iris Ziemer und Gunter Bott weiterhin Rätsel auf
 





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