Bombenattrappe im Bahnhof gefunden – stundenlange Sperrung

29. 01. 2015 um 00:07:43 Uhr | DelmeNews-Redaktion

Am heutigen 28.1.2015 wurde in einem Fahrstuhl des Delmenhorster Bahnhofs gegen 19.30 Uhr eine Bombenattrappe entdeckt. Der Bahnhof musste für mehrere Stunden gesperrt werden. Auch das Kino und das Riva wurden evakuiert. Auf die Täter gibt es sehr konkrete Hinweise.

Von ca. 19.30 Uhr bis ca. 21.52 Uhr war heute Abend der Delmenhorster Bahnhof und die Webertraße ortsnah gesperrt. Auch der Bahnverkehr ruhte. Zudem war das Maxx-Kino in der Zeit gesperrt, auch die Mitarbeiter und Gäste des Rivas mussten in der Zeit das Lokal verlassen. Grund war ein verdächtiger Gegenstand, bestehend aus Pyrotechnik und einem Wecker – eine Bombenattrappe – im Fahrstuhl des Delmenhorster Bahnhofs. Ein Service-Mitarbeiter der Bahn hatte den Gegenstand der Polizei gemeldet.
 
Aus Sicherheitsgründen mussten sich Passanten und Betroffene (Kinogäste, etc.) zeitweise weiter vom Bahnhof entfernen und durften sich dem Gebäude nur bis auf Höhe des Eingangs der Disco Retro nähern. Auch Spürhunde waren im Einsatz.
 

Laienhaft verdrahtet

Der Einsatz wurde von der Bundespolizei Bad Bentheim koordiniert und durchgeführt, die für den Bereich Weser-Ems zuständig ist. Die Bundespolizei ist die in Bahnhöfen zuständige Polizeibehörde. Die Delmenhorster Polizei führte die Absperrmaßnahmen durch. Um die Entschärfung kümmerten sich Entschärfer der Bundespolizei Bremen. Die Zusamenarbeit mit den Kollegen habe sehr gut geklappt, sagt Daniel Hunfeld, Sprecher der Bundespolizei Bad Bentheim. Der gefundene Gegenstand sei laienhaft verdrahtet gewesen und werde als nicht sehr gefährlich eingestuft. Dennoch habe er sehr gefährlich ausgesehen, sagt Hunfeld.
 

Jugendliche, heranwachsende Täter

Die Polizei habe bereits sehr konkrete Hinweise auf die Täter, sagt Hunfeld. Einen terroristischen Hintergrund schließt die Polizei aus. Zwar wollte Hunfeld aus ermittlungstaktischen Gründen keine näheren Angaben machen, doch dementierte er nicht, dass es bereits mindestens eine Festnahme gegeben habe. Die Tatverdächtigen seien Jugendliche bzw. Heranwachsende. Auf die Täter kommen nun strafrechtliche Konsequenzen und zivilrechtliche Forderungen in nicht unerheblicher Höhe zu, wie Hunfeld sagte.
 



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