A1: Lkw-Fahrer verursacht gleich zwei Unfälle – Umweltschäden und Verdacht der Straßenverkehrsgefährdung

25. 11. 2015 um 12:02:48 Uhr | DelmeNews-Redaktion

Gleich zwei Unfälle innerhalb von drei Stunden verursachte ein 72-jähriger Lkw-Fahrer am Dienstag, den 24. November 2015, auf der Autobahn 1, Fahrtrichtung Osnabrück.
 
Nach Angaben der Polizei nahmen am 24. November 2015 gegen 19.25 Uhr Beamte der Autobahnpolizei Ahlhorn einen festgefahrenen Sattelzug wahr. Kurz nach der Anschlussstelle Wildeshausen-Nord war der 72-jährige Mann aus dem Landkreis Diepholz mit seinem Sattelzug in einem Baustellenbereich nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Da die Schäden am Fahrzeug lediglich gering ausfielen, war der Sattelzug weiterhin fahrbereit. Zuvor wurde der 72-Jährige darüber belehrt, dass er auf dem nächsten Parkplatz, zu dem er nach der Bergung geleitet worden war, eine notwendige und vorgeschriebene Pause einlegen müsste. Seine Tageslenkzeit, also die Zeit, die ein Lkw-Fahrer sein Fahrzeug maximal führen darf, hatte er bereits ausgeschöpft.
 
Dennoch setzte der Fahrer seine Fahrt alsbald fort. Bereits nach zwanzig Kilometern kam der 72-Jährige, gegen 21.55 Uhr, mit seinem Sattelzug erneut nach rechts von der Fahrbahn ab und blieb in der Berme, kurz nach der Zufahrt zum Parkplatz Cappel-Hagelage-West, Emstek, liegen. Dieses Mal wurde der Sattelzug allerdings schwer beschädigt, aus dem Tank der Zugmaschine flossen ca. 400 Liter Diesel ins Erdreich.
 
Zur Beseitigung des Umweltschadens wurden neben dem Technischen Hilfswerk Cloppenburg, die Feuerwehr Emstek und die Autobahnmeisterei Holdorf eingesetzt. Auch die Untere Wasserbehörde des Landkreises Cloppenburg wurde über den Vorfall informiert.
 
Zur Durchführung der Bergungs- und Reinigungssarbeiten mussten vorübergehend zwei von drei Fahrstreifen gesperrt werden. Zu größeren Verkehrsbehinderungen kam es jedoch nicht. Der Fahrer blieb bei beiden Verkehrsunfällen unverletzt. Da er keine längere Pause eingelegt hat, wurde gegen ihn ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung und der Umweltgefährdung eingeleitet. Der entstandene Sachschaden wird auf ca. 35.000 Euro geschätzt.
 



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